Intensivpädagogische Wohnstätte

Mit der Intensivpädagogischen Wohnstätte (IPW) betreibt die Lebenshilfe Oschatz eine im Jahr 2002 neu gebaute, kleine und offene Einrichtung für zwölf Bewohnerinnen und Bewohner.

Insgesamt 16 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für die optimale und lückenlose Betreuung in unserer aufwändig und zeitgemäß ausgestatteten Einrichtung.

Wir betreuen bis zu zwölf Menschen mit geistigen Behinderungen und schwersten Verhaltensauffälligkeiten, wobei je sechs Personen in einer Gruppe zusammenleben. Die Gruppen sind räumlich voneinander getrennt. Jede verfügt über einen eigene Wohn- und Essbereich. Eine Verbindung gibt es nur über den gemeinsam genutzten Treppenaufgang.

Unsere Bewohnerinnen und Bewohner zeigen zum Teil schwerste Verhaltensauffälligkeiten, die sich äußern in

  • Autoaggressionen,
  • Fremdaggressionen,
  • Entweichungstendenzen,
  • abnormen sexuellen Verhaltensweisen,
  • Unruhezuständen und Hyperaktivität,
  • massiver Kleptomanie,
  • Impulskontrollstörungen.

Ausstattung

Jedem Bewohner steht ein Einzelzimmer mit direkt angeschlossenen Sanitärraum mit Dusche und WC zur Verfügung. Für jede Gruppe gibt es einen gemeinsamen Wohn-Essbereich. Die Innenausstattung variiert je nach Betreuungsbereich (siehe unten). Daneben gibt es verschiedene Funktionsräume für Therapien, einen angrenzenden Garten- und Freizeitbereich im Außengelände, sowie Kleintierhaltung.

Innerhalb der Tagesstruktur halten wir verschiedene Therapie- und Beschäftigungsangebote bereit. Dazu gehören unter anderem

  • Musik- und Sportbeschäftigungen,
  • Einkaufstraining,
  • Tierhaltung und Versorgung (Katze und Kaninchen),
  • Sauberhalten der privaten Räume,
  • Gartengestaltung und Pflege,
  • tägliche Spaziergänge mit Verkehrstraining,
  • Ergo-, Physio-, Mal-, Reit- und Logotherapie.

Daneben organisieren wir für unsere Bewohnerinnen und Bewohner Urlaubsfahrten an die Ostsee, Tagesausflüge, Begleitung zu Festen und Feiern des Vereins oder der Stadt und Vieles mehr.

Die Intensivpädagogische Wohnstätte ist eine offene Einrichtung. Es besteht die Möglichkeit, freiheitsentziehende Maßnahmen auf richterlichen Beschluss durchzuführen.

Anliegen

Unser Hauptanliegen ist das Herstellen der Gruppenfähigkeit und/oder die Integration unserer Bewohner in Wohngruppen außerhalb der Intensivpädagogischen Wohnstätte sowie die Befähigung zur Arbeit in der Werkstatt für behinderte Menschen.

Unsere Leistungen orientieren sich an einem individuellen Förder- und Betreuungsplan, der auf einer fundierten heilpädagogisch-psychologischen Diagnostik beruht. Der Förderplan umfasst pädagogische, pflegerische, therapeutische und medizinische Maßnahmen und Hilfen, die von stellvertretender Ausführung, über Mithilfe und Hilfestellung bis zu Begleitung und Assistenz reichen. Dabei legen wir Wert auf eine enge Zusammenarbeit mit Angehörigen, gesetzlichen Betreuungspersonen, Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und pädogogischen Beratern. Alle Maßnahmen werden in Einzel- und Gruppensituationen durchgeführt.

Zwei Betreuungsbereiche

Der Bereich für autoaggressive Bewohner/Innen mit abnormen Sozialverhalten bietet sechs Betreuungsplätze und befindet sich im Erdgeschoss. Es gibt eine stabile, bewegliche Ausstattung, sowie verschließbare Fenster aus Sicherheitsglas.

Der zweite Bereich für aggressive Bewohner/Innen bietet insgesamt sechs Betreuungsplätze und befindet sich im Obergeschoss. Für bis zu drei mäßig aggressive Bewohner/Innen gibt es nur teils bewegliche Ausstattung, sowie vandalismussichere Sanitär- und Elektroausstattung und die Möglichkeit der Videoüberwachung. Für drei extrem aggressive Bewohner/Innen bietet der Bereich dagegen ebenfalls Videoüberwachung, Kurzgardinen, abschließbare Fenster mit Sicherheitsglas, Fenseher und Musikanlage hinter Sicherheitsglas, sowie ausschließlich fest installierte Möbel.

Aufnahmebedingungen

Über die Möglichkeiten und Bedingungen der Aufnahme beraten wir Sie gern. Grundsätzlich wird vorher eine schriftliche Kostenzusage durch den jeweiligen Kostenträger benötigt.